1156 Views
| Nov 9, 2017

Was ist Lactoferrin?

Nicht jeder Körper kann Eisen gleich gut aufnehmen. Das Protein Lactoferrin kann dabei helfen die Eisenverwertung zu aktivieren – insbesondere wenn ein entzündungsbedingter Eisenmangel vorliegt.

Einmal schlucken und schon beginnt das Eisen seinen Weg durch den Körper. Doch ob es auch da ankommt, wo es gebraucht wird, hängt von vielen Faktoren ab. Der Eisenstoffwechsel, zu dem auch der Transfer des eingenommenen Eisens ins Blut gehört, ist ein feines Regelwerk. Da der Körper nach der Aufnahme ins Blut keine Möglichkeit zur Ausscheidung hat, kontrolliert er die Aufnahme streng. Grundsätzlich ist dieser Vorgang günstig, denn er stellt sicher, dass nur die benötigte Menge des Spurenelements aus dem Nahrungsbrei im Darm auch ins Blut gelangt. Schwieriger wird es, wenn Entzündungen entstehen. Das kann zum Beispiel bei einer hochdosierten Einnahme von Eisen über einen langen Zeitraum hinweg passieren. In diesem Fall und auch bei einer bereits bestehenden Entzündung wird der Eisentransfer ins Blut zunehmend blockiert - auch wenn eigentlich ein Eisenbedarf besteht. 

Der folgende Abschnitt erklärt wie sich Entzündungen auf den Eisentransfer auswirken und wie Lactoferrin die Eisenverwertung wieder verbessern kann:

1. Eisentransfer vom Darm ins Blut

Das eingenommene Eisen (in der Grafik als „Fe“ gekennzeichnet) gelangt auf dem normalen Verdauungsweg in den Darm. Dort sorgt das Eisentransfer-Protein Ferroportin dafür, dass das Nahrungseisen aus den Dünndarmzellen in den Blutkreislauf übertritt.

2. Auswirkung von Entzündungen

Sobald wir Eisen zu uns nehmen, beginnt die Leber ein Peptid mit 25 Aminosäuren zu produzieren. Dieses kleine Protein wird Hepcidin genannt. Es reguliert nach aktuellem Wissen den Eisenspiegel im Blut. Ist der Eisenspiegel im Blutkreislauf hoch, produziert die Leber mehr Hepcidin, welches das Eisentransferprotein Ferroportin abbaut. Somit gelangt weniger Eisen ins Blut. Auch bei Entzündungsreaktionen wird Hepcidin ausgeschüttet. Somit können bereits bestehende Entzündungen den Hepcidinspiegel erhöhen und den Eintransfer ins Blut blockieren – auch wenn ein Eisenbedarf besteht.

3. Lactoferrin fördert die Eisenaufnahme

Das Protein Lactoferrin verringert Entzündungsfaktoren und fördert somit die Eisenaufnahme ins Blut und die Bereitstellung im Körper. Durch Hepcidin entstandene Blockaden des Eisentransfers als Folge des Entzündungssignals werden minimiert. Durch diese positive Wirkung auf den Eisenstoffwechsel können sich Blutwerte und Hb-Wert stabilisieren.

Das Protein Lactoferrin

Für die therapeutische Anwendung wird Lactoferrin unter Erhaltung der physiologischen Aktivität schonend aus entrahmter Kuhmilch gewonnen. Übrigens ist es auch ein Bestandteil der Muttermilch, dort hemmt es entzündliche Prozesse. Geschmacklich ist das Protein unauffällig und kann als Kapsel eingenommen werden. Nach Absprache mit dem Arzt kann es zur diätetischen Behandlung von Eisenmangelanämie längerfristig angewendet werden. Wichtig ist dabei, dass eine normale Eisenzufuhr mit Lebensmitteln oder eine arzneiliche Eisenzufuhr weiterhin gegeben sind. Gerade auch zur Therapie des entzündungsbedingten Eisenmangels bis zur Anämie, kann der Einsatz von Lactoferrin sinnvoll sein.

Quellen

  • Paesano, R. et al.: Body iron delocalization - the serious drawback in iron disorders in both developing and developed countries, in: Pathogens and Global Health (2012).
  • Schümann, K. et al.: Risiken und Nutzen der Eisensupplementation: Empfehlungen zur Eisenaufnahme kritisch betrachtet, in: Perspectives in Medicine (2014). 

Pflichtangaben

Salus® Kräuterblut® Floradix® mit Eisen, Tonikum Wirkstoff: Eisen(II)-gluconat. Anwendungsgebiet: Bei erhöhtem Eisenbedarf, wenn ein Risiko für die Entstehung eines Eisenmangels erkennbar ist. Ein erhöhter Eisenbedarf besteht insbesondere bei erhöhtem Eisenverlust, z. B. bei der Menstruation. Weiterhin besteht ein erhöhter Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie in der Erholungszeit nach Krankheiten. Enthält Fructose und Invertzucker. Bitte Packungsbeilage beachten.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir verwenden Cookies, um Ihren Website-Besuch für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden.