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| Oct 30, 2018

Symptome für einen Eisenmangel

Ständig müde, gereizt und überfordert? Dahinter könnte ein Eisenmangel stecken.

Zwei Drittel des Körpereisens ist auf den roten Blutzellen gebunden, wo es als Vehikel für den Sauerstofftransport zum Dreh- und Angelpunkt der Leistungsfähigkeit wird, denn mit dem gelieferten Sauerstoff produziert der Körper seine Energie für Stoffwechsel, Wachstum, Heilung, Wärme, Nerven- und Muskelfunktion. Doch das ist bei Eisenmangel nicht das einzige, das ins Wanken gerät.

Eisenmangelsymptome sind Symptome eines zunehmend entgleisenden Stoffwechsels. Als aktives Zentrum von Enzymen ist das Spurenelement nahezu überall im Körper unentbehrlich. Ohne Eisen lahmen die Energieproduktion und die Zellteilung. Auch die Produktion von Botenstoffen für das Gehirn und der Hormone kann betroffen sein. Auch das Immunsystem ist auf Eisen angewiesen. Die T-Zellen, die „Profis“ unter den Abwehrzellen, stellen bei Eisenmangel ihre „Armee“ gegen eindringende Bakterien  oder Viren deutlich langsamer auf die Beine. Dadurch steigt das Infektionsrisiko.

Besonders betroffen sind Organe, die ständig neue Zellen produzieren müssen, wie Haut und Schleimhäute, die damit den täglichen Abrieb ersetzen. Spitzenleistungen erbringen Haarfollikel, die mit 0,4 Millimeter Wachstum pro Tag und durchschnittlich hunderttausend Kopfhaaren monatlich etwa 1200 Meter Haar nachschieben. Ohne Eisen geht hier nichts.

Eisenmangelsymptome

  • Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Herzrasen, Herzklopfen
  • Antriebslosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • blasse, trockene Haut und Schleimhäute
  • rissige Mundwinkel
  • brüchige Nägel und Haare, auch Haarausfall
  • Einbußen hinsichtlich Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Lernleistung
  • erhöhtes Infektionsrisiko

Der Körper leidet lange vor der Blutarmut

Der Körper zehrt lange von den Eisenreserven. Symptome schleichen sich nur verzögert und wie „Befindlichkeitsstörungen“ ein.  Die Blutbildung aber beansprucht zunehmend  für sich, was an Eisen noch übrig ist, je mehr sie ins Hintertreffen zu geraten droht, umso dringlicher. Der  Mangel im Körper besteht so lange vor der Blutarmut (Anämie) und sorgt damit zum Beispiel für nachlassende Gehirnleistung. Erst wenn die Speicher leer sind, drängt sich die Anämie in den Vordergrund. Sie ist das Endstadium des Eisenmangels, mit deutlichen Symptomen, wie Kurzatmigkeit, Erschöpfung und Herzrasen. Der Körper versucht den Sauerstoffmangel jetzt mit schneller Atmung und beschleunigtem Blutfluss zu kompensieren.

Quellen

  • Ahluwalia, N. et al.: Immune function is impared in iron-deficiant, homebound, older woman, in: The American Journal of Clinical Nutrition (2004).
  • Beard, J.: Iron Biology in Immune Function, Muscle Metabolism and Neuronal Functioning, in: The Journal of Nutrition (2001).
  • Carlson, E. et al.: Iron Is Essential for Neuron Development and Memory Function in Mouse Hippocampus, in: The Journal of Nutrition (2009).
  • Eftekhari, M. et al.: The relationship between iron status and thyroid hormone concentration in iron-deficient adolescent Iranian girls, in: The American Journal of Clinical Nutrition (2006).
  • Murray-Kolb, L. et al.: Iron treatment normalized cognitive functions in young woman, in: The American Journal of Clinical Nutrition (2007).
  • Nielsen, P.: Diagnostik und Therapie von Eisenmangel mit und ohne Anämie (Bremen 2016).
  • Du, X. et al: The serine protease TMPRSS6 is required to sense iron deficiency, in: Science (2008).

 

Pflichtangaben

Salus® Kräuterblut® Floradix® mit Eisen, Tonikum Wirkstoff: Eisen(II)-gluconat. Anwendungsgebiet: Bei erhöhtem Eisenbedarf, wenn ein Risiko für die Entstehung eines Eisenmangels erkennbar ist. Ein erhöhter Eisenbedarf besteht insbesondere bei erhöhtem Eisenverlust, z. B. bei der Menstruation. Weiterhin besteht ein erhöhter Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie in der Erholungszeit nach Krankheiten. Enthält Fructose und Invertzucker. Bitte Packungsbeilage beachten.Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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